Unfall, was tun Fragen und Antworten Definitionen Verkehrsurteile

 

 

Durch die DESAG und

BSG e.V. geprüfter

und anerkannter

Sachverständiger

 

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Kaskoschaden

 

      Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall gemäß den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Schäden. Die exakte Auslegung ist in den allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) zu finden. Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschadensfall. Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). In der Regel hat der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu tragen.

Folgende Ansprüche sind entweder durch gesetzliche Regelungen oder durch die vertraglichen Bestimmungen gemäß (AKB) für den Geschädigten vorgesehen:

 

  • Keine freie Wahl eines Kfz – Sachverständigen ( nur gegen Selbst-beauftragung ) .

  • Keine freie Wahl eines Rechtsanwaltes ( nur gegen Selbst-beauftragung ) .

  • Keine freie Wahl der Reparaturwerkstätte ( je nach Vertrags-vereinbarung ) .

  • Wahlweise Erstattung der Reparaturkosten / fiktive Abrechnung

  • Freie Wahl bei der Beschaffung eines Mietwagens ( je nach Vertragsvereinbarung ) .

  • Abschleppkosten bis zur nächstgelegenen Fachwerkstatt .

  • Reparaturkosten:

          Nach den (AKB) ersetzt der Versicherer den Schaden bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes des versicherten Fahrzeuges. Dabei ist unerheblich, ob das Fahrzeug repariert wird oder der Versicherungs-nehmer einen anderen Weg zur Schadensabwicklung wählt.

      Die Versicherung entscheidet vertragsbedingt, ob die Kosten für ein Sachverständigengutachten von ihr bezahlt werden. Es sollte versucht werden, eine gemeinsame Benennung des Sachverständigen zu vereinbaren. Ein Sachverständigengutachten, welches das Vertrauen beider Parteien besitzt, erleichtert eine zügige Regulierung. Im Zweifelsfalle haben sowohl Versicherer wie auch Versicherungsnehmer das Recht auf die Benennung eines eigenen Sachverständigen, der allerdings selbst bezahlt werden muss.

      Die Kaskoversicherung umfasst die Beschädigung, die Zerstörung und den Verlust des eigenen Fahrzeuges und seiner unter Verschluss bewahrten Teile gemäß den gültigen Versicherungsbedingungen. Man unterscheidet beim Deckungsumfang die Teilkasko – und die Vollkaskoversicherung.

 

Teilkaskoversicherung

 

      Die Teilkaskoversicherung bietet einen zusätzlichen Schutz zur Haftpflichtversicherung und deckt Schäden ab, die an Ihrem eigenen Fahrzeug entstehen.

Bei der Teilkaskoversicherung sind in der Regel folgende Schäden versichert:  

 

  • Brand oder Explosion

  • Entwendung ( Diebstahl )

  • Wildschäden

  • Glasbruch

  • Kurzschlussschäden der Verkabelung

  • Unmittelbare Einwirkung von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung  

 

      Durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung im Falle eines Schadens kann die Versicherungsprämie je nach Höhe des Selbstbehaltes deutlich gesenkt werden.

      Der Abschluss einer Teilkaskoversicherung ist grundsätzlich empfehlens-wert. Lediglich bei sehr alten Fahrzeugen kann es unter Umständen sinnvoll sein, auf eine Kaskoversicherung zu verzichten.

 

Vollkaskoversicherung

 

Bei der Vollkaskoversicherung sind zusätzlich zu den Leistungen der Teil-kaskoversicherung, folgende Schäden versichert:

 

  • Beschädigung durch Mut – oder böswillige Handlungen betriebsfremder Personen

  • Unfallschäden

  • Schäden am eigenen Fahrzeug durch einen selbstverschuldeten Unfall

 

      Der Abschluss einer Vollkaskoversicherung lohnt sich in der Regel nur bei neueren bzw. sehr teureren Fahrzeugen. Im Zweifelfall lohnt es sich jedoch immer, beide Varianten durchzurechnen.

      Wie bei der Teilkaskoversicherung kann die Versicherungsprämie durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung im Schadensfall verringert werden.

Folgende Schadenersatzpositionen sind entweder durch gesetzliche Regelungen oder durch gefestigte Rechtssprechung für den Geschädigten erstattungsfähig:

 

  • Fahrzeugschaden ( bei Totalschaden bis zur Höhe des Wieder-beschaffungswertes )

  • Sachverständigenkosten ( je nach Quotenregelung gemäß Sach-verständigenverfahren )

  • Reparatur -/ Instandsetzungskosten bis zur Höhe des Wieder-beschaffungswertes

  • Abschleppkosten ( je nach Vertragsvereinbarung )

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